Ausstellung - Vorträge - Kulturprogramm

Eine gemeinsame Geschichtsschreibung für Europa? Am Beispiel der Reformation im Karpatenbecken

2. Mai 2018, 15h15 bis 19h00

Av. de l’Europe 20, MIS 03
Aula Magna und Ehrenhalle

Mitwirkende 

Einführung:

Prof. Astrid Kaptijn
Vizerektorin der Universität Fribourg
Prof. Barbara Hallensleben
Direktorin des Zentrums für das Studium der Ostkirchen
S.E. István Nagy
Ungarischer Botschafter in Bern
S.E. Gergely Pröhle
ehemaliger Botschafter in der Schweiz und Stellvertretender Staatssekretär, Präsident der Lutherischen Kirche in Ungarn

Wissenschaftliche Beiträge:

Dr. habil. Antal Molnár
Ungarische Akademie der Wissenschaften - Institut für Geschichte, Budapest / Ungarn
Prof. Dr. Dezsö Buzogány
Protestantisches Theologisches Institut, Cluj-Napoca / Rumänien
Dr. Ana Dumitran
Nationalmuseum von Alba Iulia / Rumänien

Moderation:

Dr. Jean-François Mayer
Institut Religioscope


Das Jahr 2017 ist als Gedenkjahr der Reformation 1517 begangen worden. In Osteuropa hatte die Reformation eine andere Geschichte, weil sie zugleich auf ostkirchliche Traditionen traf. Nach dem Ende des ungarischen Königreichs durch die Niederlage gegen die Türken in der Schlacht von Mohács 1526 verknüpften sich vielgestaltig reformatorische Identität und nationale Identität. Nach der politischen Wende in Osteuropa wurde an mehreren Stellen der Versuch unternommen, die Entwicklungen in einer gemeinsamen Geschichtsschreibung aufzuarbeiten, ähnlich wie in der "Ökumenischen Kirchengeschichte" (Fribourg 1998).
Die Tagung mit Experten aus Ungarn und Rumänien wird begleitet durch die vom ungarischen Ministerium für Auswärtiges vorbereitete Ausstellung über "Fünf Jahrhunderte der Reformation in Ungarn" und ein musikalisches Kulturprogramm.