Die athenische Demokratie des 5. und 4. vorchristlichen Jahrhunderts wird den Kriterien einer modernen liberalen Demokratie aus verschiedenen Gründen nicht gerecht; sie bietet allerdings archetypisches Anschauungsmaterial für die demokratische Praxis und fordert bis heute zum Vergleich heraus. Der Vortrag fragt nach der Anfälligkeit der athenischen Demokratie gegenüber (antik gesprochen) «tyrannischen» Tendenzen und beleuchtet ihre Fähigkeit zur Resilienz. Dabei spielt das Verhältnis zwischen der Gesamtheit der Bürgerschaft als Souverän und der Elite, die wichtige Ämter besetzte, eine zentrale Rolle. Dieses Verhältnis soll unter anderem anhand des Ostrakismos diskutiert werden (heute etwas irreführend als Scherbengericht bezeichnet), der als zentraler Schutzmechanismus der antiken Demokratie gilt. Möglicherweise kann der «ferne Spiegel» der politischen Institutionen im antiken Athen auch modernen Debatten um die schützenswerte Demokratie Impulse verleihen. (Tanja Itgenshorst, Universität Fribourg)
| Wann? | 22.09.2026 17:15 - 19:00 |
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| Wo? | MIS 03 3113 Avenue de l'Europe 20, 1700 Fribourg |
| Vortragende | Prof. Tanja Itgenshorst (Universität Fribourg) |
| Kontakt | Departement für Geschichte | Departement für Zeitgeschichte Vitus Huber, Thomas Lau, Damir Skenderovic nicolas.blumenthal@unifr.ch Av. de l'Europe 20 1700 Fribourg |
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