LernZeiten – Zeit für Bildung und Erziehung?

Empfang ab 12 Uhr in der Haupthalle (MIS01)

Zeit stellt eine unvermeidliche Dimension jeglichen Nachdenkens über Erziehung und Bildung dar. Sei es bei der Frage nach dem passenden Zeitpunkt, der angemessenen Dauer, der optimalen Geschwindigkeit oder einem sinnvollen Rhythmus – immer spielt die Zeit eine wichtige Rolle: als unabhängige oder abhängige Variable, als Bedingung oder Konsequenz, als Planungsgrundlage oder Grenze.

Im Zentrum des Kongresses 2017 der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL), stehen folgende Fragen:

  • Wann sollen fundamentale Bildungsprozesse, genauer die obligatorische Schulzeit, der Unterricht, die einzelnen Fächer, die berufliche Bildung beginnen und enden? (Fortsetzung des Kongressthemas von 2016)
  • Welche Erkenntnisse und Errungenschaften sind zeitlos und von bleibendem Wert, welche verfallen mit der Zeit?
  • Wie kann Unterricht, wie können Lehr‐ und Lernprozesse zeitlich strukturiert werden, um optimale Lernaktivitäten im Hinblick auf nachhaltige Ergebnisse zu ermöglichen? Hat sich beispielsweise die standardisierte Zeit einer Lektion von 45 bis 50 Minuten bewährt oder hat sie ausgedient?
  • Wie können Lehrerinnen und Lehrer in Bildungsinstitutionen den unterschiedlichen Voraussetzungen und dem unterschiedlichem Bedarf an Lernzeit der Lernenden Rechnung tragen?
  • Wie erlernen Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Zeit als Ressource in und ausserhalb der Schule?

Dies sind nur einige Beispiele von Fragen, die das Kongressthema anregen möchte, und zu denen wir die Forschenden einladen, Beiträge einzureichen. Es sind jedoch auch Beiträge zu andern Themen willkommen, denn noch wichtiger als die Zuordnung zur Kongressthematik ist den Organisatoren die Qualität und Vielfalt der Beiträge.

Kontakt: ssre2017@unifr.ch