Der erste Institutsdirektor

Der erste Institutsdirektor

Prof. Dr. Florian Fleck – der Allrounder

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Treibende Kraft und Pionier


Der Mitbegründer und erste Direktor des Instituts für Journalistik galt als überzeugter Verfechter der praxisnahen Ausbildung der Studierenden. Obwohl selber ein Volkswirtschaftler, kämpfte Professor Florian Fleck engagiert für die Anerkennung des jungen Fachs an der damaligen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Sein Schaffen war geprägt durch die Überzeugung von der zentralen Rolle der Medien und unermüdlichem Einsatz für das Institut. Fleck legte in seiner 16-jährigen Direktoriumszeit wesentliche Grundsteine, dass sich die Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Freiburg vom anfänglichen Fortbildungsangebot und Journalistiknebenfach zum akademischen Hauptfachstudium entwickeln konnte.

 

Kriegstrauma und katholische Starthilfe

Nach einer Buchdruckerlehre wurde der Sohn eines Deutschen und einer Schweizerin als U-Boot-Soldat für den Kriegsdienst eingezogen. Der 2. Weltkrieg und die NS-Propagandamaschinerie prägten den späteren Ökonomen. Der Richtigkeit von Informationen mass er sein Leben lang hohe Bedeutung bei. Als Institutsdirektor mahnte Fleck zudem bereits in den Sechzigerjahren wiederkehrend vor den Folgen von Einsparungen bei Korrespondentenstellen und einer abnehmenden Anzahl unabhängiger Presseagenturen. Eine journalistischen Prinzipien verpflichtete Presseethik war ihm ein grosses Anliegen. Hiervon zeugt auch sein Engagement zugunsten einer umfassenden Universitätsausbildung für katholische Medienvertreter. Die katholische Presse war zur Anfangszeit zudem ein gewichtiger Partner bei der Gründung und Etablierung des Instituts.

 

Netzwerker und Fundraiser


Als Wirtschaftswissenschaftler erkannte Fleck früh die essentielle Rolle der Medienökonomie. Diese lehrte er am Institut auch lange nach seiner Direktoriumszeit (1966–1982). Obwohl Fleck Presse und Radio persönlich als Informationsquellen klar bevorzugte, war ihm die Realisierung eines hochwertig ausgestatteten Videostudios an der Miséricorde zu verdanken. Zusammen mit dem damaligen Kuratoriumspräsidenten Dr. Karl Blöchliger gelang es ihm die aufwändige Finanzierung zu sichern. Das weitverzweigte Beziehungsnetz in Wissenschafts-, Politik-, Wirtschafts- und Kulturkreisen galt als herausragendes Merkmal des versierten Netzwerkers.

 

Bildergalerie zu Prof. Dr. Florian Fleck

 

Vorstellungsrunde der interviewten Zeitzeugen


Ein herzlicher Dank gilt den drei Interviewpartner/innen Anne-Marie Carrel, Prof. Dr. Heinrich Bortis und Prof. Dr. Louis Bosshart, die sich freundlicherweise bereit erklärt haben, ihre Erinnerungen an Prof. Dr. Florian Fleck und die Entwicklung des Instituts für Journalistik/DCM aufzeichnen zu lassen. Der Dank gilt ebenso für die bereitwillige Zurverfügungstellung von Recherchedokumenten. Eine Danksagung gilt ebenso Melchior Etlin und der SKPV sowie Verena und Iso Baumer-Müller, die ebenfalls wertvolle Informationen zur Realisierung der multimedialen Jubiläumsbeiträge von Aline Clauss und Ursin Maissen beigetragen haben.